Geschicte

9 - Über das gute Malchower Bier

Das Malchower Bier, welches zu Zeiten des Herrn Paul von Fuchs gebraut wurde, genoß einen guten Ruf und wurde auch von den Berlinern gerne getrunken. Im "Vollständigen Küch- und Keller-Dictionarium" des Paul Jacob Marperges aus dem Jahre 1716 findet das Malchower Bier Erwähnung. Darin heißt es unter anderem, daß

doch auf vornehmen Tafeln die fremden Biere, als Bernauisch, Ruppinisch, Zerbster, Cotwitzer, Croßnische, das so genannte Carthäuser-Bier (welches nicht weit von Franckfurt an der Oder gebrauen wird) der Halbetstädter Breyhan, Duck-, oder Duffstein, und auch kürzlich ein zu Köpenick zu brauen angefangener Breyhan, item das Brandenburgische, Malchauer und Zedenicker usw.

den einheimischen, das heißt Berliner Bieren vorgezogen würden.

Der Chronist Johann Christoph Beckmann berichtete davon, daß

unter den Dorfbieren ... das Malchowische Bier ehedem in großen Ruf gekommen sei. Der wohlselige Geh. Staatsrath von Fuchs habe die Brauerei daselbst so wohl einrichten lassen, dass das Bier an seiner Farbe und Geschmack dem Zerbster wenig nachgegeben.