Stiftung

7 - Das Malchower Schloss

Nach vielen Jahren des Verfalls blüht seit 2013 das alte Gut mit all seinen Gebäuden wieder auf und ist ein Hingucker des Dorfes. Die Stiftung SYNANON ist neuer Eigentümer und Nutzer des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles.

In alten Malchower Gutsakten findet sich eine Beschreibung des Malchower Schlosses, wie es Ende des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft paul von Fuchs' ausgesehen hat:

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Das Schloßgebäude zu Malchow ist ein ganz massives Gebäude mit einer Etage. Gegen die Straße befindet sich ein Balkon mit einem eisernen Gitter, über dem an der Mauer zwei ausgehauene Kopfstücken, in der Mitte eine Statue und oben auf dem Fronton zwei Vasen befindlich sind. Auf dem Fronton nach dem Hofe hin eine Nische mit Statue. In der Mitte vor dem Schloßgebäude liegen beim Haupteingang vor der Tür in der Erde zwei lange Stufen von Quadersteinen. Von der Straße aus führt eine große zweiflügelige eichene mit Sprossen und 12 weißen Scheiben versehene Tür in das Schloß. Die Tür ist mit eisernen Ringen, messingnen Knöpfen und eisernem Schlüsselblech beschlagen und besitzt eine eiserne Klinke. Der Fußboden im unteren Saal ist mit Quaderfliesen ausgelegt und hat unten an den Wänden ein Paneelwerk. Die Decke ist mit bunter Gipsarbeit versehen. Rechter Hand ist ein holländischer Kamin, mit einem schönen Gesimse umher eingefasst und oben über dem Kamin mit Figuren und Laubwerk von Gipsarbeit versehen. Rechts und links je eine Tür. Geradezu führt eine gebeizte eichene Saaltür zu einem kleinen Vorflur. Über dieser Tür hängt an der Wand ein Wappen mit einem halb schwarzen Adler und einem braunen Fuchs.

(Zitiert nach Günther Nitschke, Malchow nach dem Dreßigjährigem Kriege, Berlin-Weißensee, 1961, S 13 f.)